Damian's Bericht vom Holland-Seminar in Bunnick

Am Samstag den 07.11.2009 war es endlich soweit, der lang ersehnte Tag ist gekommen. Nach fast fünfzehn Jahren habe ich endlich meine nächste „Kyu-Prüfung“ vor mir gehabt. Nach einer unruhigen Nacht, bin ich gegen 08.00 Uhr zum Bernd aufgebrochen. Voller Vorfreunde habe ich beim Bernd noch einen Kaffee zu mir genommen, und dabei den aus der Schweiz angereisten Leiter des Seminars Uli Martin kennengelernt.

Holland-Seminar in Bunnick

Gegen 08.30 Uhr sind wir vom Jürgen aus Richtung Holland aufgebrochen. Ohne größere Unterbrechungen sind wir in Bunnick eingetroffen. Vor der Halle angekommen erwartete uns eine ca. 20 köpfige Gruppe, von denen ich lediglich Kess kannte, den ich bei unserem Kindereröffnungstraining kennen lernen durfte.

Leider sprachen die meisten nur englisch, aber Bernd wich nicht von meiner Seite und half mir wo er konnte.

Das erste Training begann gegen ca. 10.00 Uhr, schon bei den Aufwärmübungen fielen mir, trotz seines Alters die unglaublichen Fähigkeiten von Uli auf. Nach den Aufwärmübungen begann das richtige Training „Ten No Kata“ mit
den Schwarzgürtelträgern.

An dem Tag folgten noch zwei weitere Trainingseinheiten, auf dem Weg zum letzten Training sind wir zu Fuß gegangen. Diese extrem lange Strecke war zwar anstrengend, jedoch tat uns nach dem ausgedehnten und sehr leckeren Mittags- bzw. Abendmahl der längere Spaziergang gut.

Auf dem Rückweg vom anstrengenden Training zur Jugendherberge, haben wir noch einen „kurzen Zwischenstopp“ in einer urigen Gaststätte gemacht. In einer gemütlichen Atmosphäre konnten wir uns alle besser kennenlernen. Doch danach hieß es schnell ins Bett, schließlich hatten wir am nächsten Tag einiges vor.

Am Sonntag begann der Tag bereits um 06.00 Uhr morgens, es ist kalt dunkel und feucht! Ich kann nur den weißen Kimono meines Vordermanns erkennen. Zum „Aufwärmen“ laufen wir sechs bis sieben Runden Barfuß im feuchten Gras. Danach beginnt das Kata-Training, wir teilen uns in zwei Gruppen (Juniors, Seniors), wir üben alle Heian-Katas und Tekki-Shodan. Nun heißt es wieder schnell zurück in die Zimmer.

Auf dem Rückweg spüren wir schon die Schmerzen in den Füßen…Jürgen Z. kommentiert es mit den Worten „…es tut so weh also sind die Füße noch da…“.

Es folgt ein gesundes, abwechslungsreiches Frühstück das allen sichtlich gut tut. Wir versorgen uns noch mit Snacks für das später folgende Lunch, da wir nach dem folgenden Training nicht mehr in die Herberge zurück kommen.

Das folgende Training war nicht mehr ganz so anstrengend, da Uli viel über Meister Ohshima erzählt hat. Nach einer kurzen Erholungsphase in der ich viele Fotos machte, verabschiedeten wir uns vom den Freunden aus dem
Berliner Dojo.

Dann war es endlich soweit, die Kyu-Prüfung begann. Ich war etwas von dem Ablauf der Prüfung überrascht, da ich diesen aus dem alten Verein anders kannte. Doch dies störte mich nicht im geringsten, meine volle Konzentration galt der vor mir stehenden Prüfung.

Die Prüfung begann mit Kihon-Technik, dann folgten die Katas, von denen ich die Heian Sandan, Favour Katas, Tekkin Shodan und zusätzlich Heian Godan machte. Die Prüfung endete mit Ippon Kumite und Sanbon Kumite. Ich hatte ein gutes Gefühl nach der Prüfung. Das Warten auf das Ergebnis kam mir jedoch wie eine Ewigkeit vor.

Nach dem Duschen warteten wir in der Halle gespannt auf das Aufrufen unserer Namen. Endlich wurde mein Name aufgerufen, ich ging an den Tisch, und der Prüfer übergab mir die Sankyu-Urkunde, doch statt mich mit einem Rei zu verbeugen, habe ich aus purer Freude Uli und Stefan fest an mich gedrückt.

Nun kam die Zeit Abschied zu nehmen. Wir fuhren alle voller Stolz nach Hause, da alle von unserem Verein erfolgreich die Prüfung bestanden haben.

Zu Hause erwartete mich eine großen Überraschung, alle meine Freunde sowie meine Familie erwarteten mich mit einem kleinem Fest zur bestandenen Prüfung.

Es unvergessliches Wochenende endete wunderschön.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei unserem Dojo-Leiter Bernd Krumsiek und Max Bohrer bedanken, die mit viel eigenem Einsatz das alles erst möglich machen.