Von den knapp 10.000 in NRW lebenden Japanern, sind allein in Düsseldorf ca. 5.000 Japaner wohnhaft und bilden somit die größte zusammenhängende „Kolonie“ außerhalb Japans. Aus diesem Grunde findet seit vielen Jahren das Japan-Fest in Düsseldorf statt. Nach langer Zeit war ich am 14.06.2008 mal wieder mit meiner Familie zu Besuch beim Japan-Fest.
Neben vielen kulturellen Veranstaltungen, interessierten mich natürlich auch die Darstellung der Kampfkünste. Da es leider sehr verregnet war, haben wir nicht alle Aktivitäten sehen können. Super interessant war eine Vorführung des Kyudo Vereins Neandertal. Kyudo, die Kunst des Bogenschießens, gehört ebenso wie unser Karate zu den traditionellen Kampfkünsten. Danach konnten wir ein Samurai Lager bestaunen, wo die Vereinsmitglieder selbst Rüstungen anfertigen.
Sehr interessant auch für meinen Sohn war der japanische Weltmeister im Oregami, der Kunst des Papierfaltens. Dabei werden ohne Hilfsmittel allein durch die Falttechnik, alle möglichen Gebilde gebaut. In diesem Fall konnten wir ein übergroßes Modell eines Papierfliegers sehen, der auch tatsächlich geflogen ist.
In der ganzen Stadt war außerdem ein buntes Treiben von verkleideten Menschen. Meine Kinder fragten schon, ob denn Karneval wäre. Wir mußten dann feststellen, dass es wohl einen Manga Wettbewerb gab, aus dessen Anlass sich die Leute teils grell geschminkt und verkleidet hatten.
Den Abschluss des Festes bildete wie immer, das japanische Feuerwerk. Da dies aber erst gegen 23.00 Uhr stattfand, haben wir wegen der Kinder darauf verzichtet.
